Lied der Lieder

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800 oder 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung ist dieses Lied wohl aufgeschrieben worden. Das genaue Datum ist unbekannt, auch der Verfasser. Sicher aber ist, dass diese Worte aus dem Hohelied Salomos noch heute bei uns ankommen. Klaus Reichert hat eine 1998 eine neue Übersetzung von dieser Sammlung locker zusammengefügter Liebeslieder vorgelegt, dem Lied der Lieder.

Die Sequenzen haben nun etwas luftiges, leichtes, flirrendes, und es wird spürbar, dass es sich im Ursprung um einen gesprochenen oder gesungenen Text handelte. Er wird zu einem vielstimmigen Klangkörper. Der Übersetzer schreibt: “Ich habe versucht, die alten Buchstaben mit den Sinnen neu zu lesen. Nachzufühlen, nachzuhorchen, was sie sagen und wie sie sagen.”

In den Zeilen ist immer der Atem der jeweils Sprechenden zu spüren. Es tauchen die  Stimmen der Liebenden auf. Die Nuancen der Düfte und Gewürze transportieren uns in ferne Länder und Landschaften voller Berge und Täler, voll mit mit Wein, Öl, Wacholder, Zedern, Myrhe, Ziegen und  Schafen und aller Arten von Blumen.

Als ich im Kommentar des Übersetzers von einem  “leeren Blatt und am Rande eine einzelne Blüte ” las, war die Bildidee klar: leere weite Flächen, voll mit einer einzigen Farbe in allen Farbnuancen und darin eine “Blüte”, die zwei Liebenden: wie sie Sehnsucht nacheinander haben, sich vorsichtig annähern, sich berühren, umarmen,  ineinander verschlungen liegen oder miteinander in die Welt gehen. 

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Lied der Lieder

farbige Holzschnitte
Handdrucke auf Japanpapier
Format der Blätter: 40 x 48 cm
je 30 signierte und numerierte Exemplare
entstanden 2017
erhältlich bei www.kunsthaus-luebeck.de

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Lied der Lieder

Künstlerbuch
das Hohelied Salomos
in der Übersetzung von Klaus Reichert, 1998
Farbholzschnitte von Hand gedruckt,
alle Texte handgeschrieben
Ganzpappband, japanische Bindung im Schuber
von Michael Knop, Berlin
Buchformat: 27 x 25 cm
10 signierte und numerierte Exemplare
Granada, 2017

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